Stefan Krüger | lyrische Texte
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zeit des schmetterlings
endlich der schwerkraft entbunden
flattert es fröhlich umher
er hat die freiheit gefunden
kennt kaum ein einhalten mehr

denn um dorthin zu gelangen
hing er erst lange am blatt
war dann als raupe gefangen
fraß, aber wurde nie satt

band sich in seidende zwänge
ging keiner regung mehr nach
harrte in schrecklichster enge
bis der kokon schließlich brach

fliege empor, kleiner falter
fliege empor ohne angst!
denn du erreichst nun das alter
da du zum himmel gelangst
Stefan Krüger, Köln, 5.4.2020
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