Stefan Krüger | lyrische Texte
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aus der neuen welt
wir nahmen uns das letzte hemd
und fanden uns
bis auf die nackte haut
vertraut und fremd

dein körper ist so weit, so neu
mir ungewohntes land
und doch auch grenzenlos bekannt
wenn meine hand nun ohne scheu
die spuren deines lebens zieht
die falten, die sich tiefer graben
und wenn mein finger narben sieht
die eben noch geblutet haben

wie glücklich macht mich dieses reisen
dein auge lacht
ich zeichne berge hart wie stahl
und folge flüssen durch das tal
die sich aus schweiß und tränen speisen
aus dem geschmack von eisen
und aus der angst der langen nacht

dein auge lacht
allein dein mund bleibt unbewegt
obwohl er sich auf meinen legt
als meine finger vorwärts hasten
und zart dein innerstes ertasten

gelobtes land so fremdvertraut
geliebte heimat deine haut
Stefan Krüger, Herbst 2017
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