Stefan Krüger | lyrische Texte
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ketten
lange lebte ich gefangen
und bemerkte es doch nicht
schwere eisenketten schlangen
sich um mein verlangen, zwangen
mich zum ständigen verzicht

mir blieb diese last verborgen
ich schien frei, auf mich gestellt
und ich glaubte mich geborgen
hatte keinen morgen sorgen
war behütet vor der welt

doch die welt geriet ins wanken
nur durch einen kleinen bruch
ich sah ketten starr wie schranken
kalt um die gedanken ranken
und ich wagte widerspruch

krachend barst der stahl hernieder
nur mein wort brach sie entzwei
diese schweren eisenglieder
zwingen mich nun nie mehr wieder
schutzlos bin ich, aber frei
Stefan Krüger, Herbst 2017
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