Stefan Krüger | lyrische Texte
Start Texte Impressum
zurück
da guckst du, alter
nun bist du alt
und sahst es gar nicht kommen
kein schild schrie: halt!
von hier an geht das altern los
doch stück für stück
ward deine jugend dir genommen
kein weg zurück
dir blieb die sehnsucht bloß

die glatte haut
wich einem meer von falten
das haar ergraut
die zähne stumpf, kein funke glimmt
dein augenlicht
ist viel zu trüb, den blick zu halten
dein angesicht
im spiegelbild verschwimmt

komm her zu mir
ich leih dir meine augen
ich leih sie dir
so siehst du dich von fern
und grämst dich nicht
besorgt, du würdest nichts mehr taugen
in meinem licht
siehst du dein antlitz gern
Stefan Krüger, Köln - Bonn, 15.01.2020
zurück