Stefan Krüger | lyrische Texte
Start Texte Impressum
zurück
du mensch aus glas
du mensch aus glas
so unaussprechlich
scheinbar und zerbrechlich
was wirbelt in dir gas
ein ständiges im fluss sein
ein trudeln ohne maß
du nennst das dir bewusst sein

stößt dir das schicksal hier
gebete in die kehle
dann glaubst du dir
das gas auch mal als seele
ein hauch von ewigkeit
fest eingeschlagen in papier
aus eng umgrenzter zeit

es ist ein ungreifbarer traum
was in dir haltlos treibt
ein rauch, ein klang, ein schaum
ein gott aus purem licht
er sucht sich raum
und weiß, dass er gefangenbleibt
solange, bis das glas zerbricht

aus scherben fließt es in die luft
zerreibt sich vielleicht gleich im wind
vielleicht bleibt aber auch ein duft
für den ein neues sein beginnt
den einfach so der herbst vergaß
du mensch aus glas
so unausprechlich
scheinbar und zerbrechlich
Stefan Krüger, Köln - Bonn, 13.01.2020
zurück